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Lappland Finnische Seenplatte Westküste Südfinnland, Schärenküste

Ruovesi und Tarjanne - vielseitige Gewässerroute

 

Foto: Julien Lajournade
Ein Hecht mit über 1 Meter Länge ist natürlich der Traum jedes Anglers. Die steinigen Ufer sind die besten Hechtplätze im Frühsommer.

Ruovesi und Tarjanne sind große Seen in der nördlichen Region Tampere. Auf diesen großen Seen erwarten den Angler ein vielfältiger Fischbestand und vielseitige Natur.

Der See Ruovesi – der Fischsee der Hexen

Im Nordteil des Sees Näsijärvi schlängelt sich eine vielseitige Gewässerroute durch die Waldlandschaft. Der für seine großen Hechte bekannte See Ruovesi ist auch ein gutes Zandergewässer und bietet den Anglern eine reizvolle Umgebung.

Der See Ruovesi beginnt an der Stromschnelle Vilppulankoski, der sich als schmale Wasserroute nach Osten in Richtung See Paloselkä durch die Landschaft schlängelt. Auf der Seite von Vilppula ist das Gewässer eutrophiert und ziemlich flach; hier gibt es viele Abschnitte mit einer Wassertiefe von wenigen Metern. An den Wasserläufen in diesem Gebiet trifft man gleich zum Saisonbeginn ab Ende Mai auf den Zander. Die Umgebung von der Insel Poukansaari, dem Bachlauf Soilu und das Gebiet der Insel Nokia sind beliebte Angelplätze.

Foto: Ismo Kolari 
An den Ufern der Inseln, Schären und Wasserläufe findet man unzählige gute Angelstellen.
An den Ufern der Inseln, Schären und Wasserläufe findet man unzählige gute Angelstellen.
 

Hechte aus dem legendären See Paloselkä

Der See Paloselkä ist eines der bekanntesten finnischen Angelgewässer für große Hechte. Hier wurden zu Beginn der 1990er Jahre fast mehr Hechte mit einem Gewicht von über 10 kg gefangen als zusammengerechnet aus allen anderen finnischen Seen. Im zerklüfteten und vielseitigen Gebiet von den Seen Aittoselkä, Hongonselkä, Paloselkä und Majaselkä stehen die Chancen, auf große Hechte zu treffen, weiterhin gut. Das Gebiet eignet sich auch gut zum Angeln von Zandern.

Riffe, Wasserläufe mit Strömungen, Buchten und Senken zwischen den Untiefen sind potentielle Hechtplätze. In diesem Gebiet findet man auch Senken mit einer Tiefe von 10−20 Metern. Bei den Inseln Kaisansaari und Kasilansaari mit ihren Feuerstellen kann man zwischendurch anlegen.

Foto: Ismo Kolari 
Das biegungsreiche Gewässer ist für Hechtangler interessant.
Das biegungsreiche Gewässer ist für Hechtangler interessant.
 

Raubfische fühlen sich in der Strömung wohl

Der Bachlauf Hanhonvuolle ist ein guter Ort zum Angeln von Hechten, Zandern und Barschen. Südlich vom Hanhonvuolle fällt der Gewässergrund langsam ab. Der südlich vom Wasserlauf Syvinkisalmi gelegene See Mustaselkä, der die Seen Tarjannevesi und Ruovesi miteinander verbindet, ist ein tiefer Kessel, in dessen Tiefen der große Hecht bevorzugt Jagd auf die dort lebenden kleinen Fische macht. In der Umgebung von Varisniemi im Osten des Seerückens, am Bachlauf Korpulanvuolle und in der Bucht Korpulanlahti südlich des Gebiets gibt es Hechtplätze, die einen reichen Fang versprechen. Im Kessel des Sees Mustaselkä ist das Wasser 30–40 Meter tief, und das Gebiet ist auch ein guter Ort, um mit dem Blinker Forellen und Zander zu fangen.

Foto: Ismo Kolari 
An den Wasserläufen und Untiefen des Sees Ruovesi beißt der Zander auf den Jig.
An den Wasserläufen und Untiefen des Sees Ruovesi beißt der Zander auf den Jig.
 

Magie und Kunst neben Fischgewässern

Im Gebiet Ruovesiselkä-Pöytäselkä vor dem Kirchdorf Ruovesi gibt es reichlich Untiefen und große Tiefenunterschiede. Hechte kann man hier unter anderem in den nahen Gewässern von der Insel Haapasaari, vor Storminiemi und Väärinselkä sowie vor dem Wildnis-Atelier Kalela des berühmten Kunstmalers Akseli Gallen-Kallela durch Wurfangeln und Schleppangeln fangen. Am Ufer bei den Untiefen in der Nähe der Schiffsstrecke und am Bachlauf Kautunvuolle befinden sich gute Zander- und Barschplätze.

Der letzte Hexer Finnlands, Antti Lieroinen, wurde im 17. Jahrhundert auf der im See Ruovesi gelegenen Insel Lieransaari verbrannt. Im Kirchdorf Ruovesi wird jeden Sommer ein symbolisches Hexengericht abgehalten und dabei die Hexe des Jahres gewählt.

Foto: Ismo Kolari 
Die Barsche haben sich in den warmen Sommermonaten sattgefressen.
Die Barsche haben sich in den warmen Sommermonaten sattgefressen.
 

Die gewundene Gewässerroute Kauttu-Murole

Im südlichen Teil des Sees Ruovesi zwischen dem Bachlauf Kauttu und dem Kanal Murole wechseln sich offene Wasserflächen und schmale Wasserläufe bei zunehmenden Tiefenunterschieden ab. An der Spitze der Halbinsel kann die Wassertiefe unter dem Kiel durchaus 40–50 Meter betragen. Die Umgebung von der Inseln Jäminginsaari und Palosaari am See Jäminginselkä sowie der Bachlauf Jäminginvuolle und der Wasserlauf Kirnusalmi sind bekannte Angelplätze. In Kirnusalmi kann man nicht nur angeln, sondern auch historische Felsmalereien bewundern.

Im See Palovesi gibt es viele Inseln, auf denen inzwischen viele Sommerhäuser errichtet wurden. Schroffe felsige Ufer sind eine Augenweide für den Angler, wenn er nach Ohrionselkä kommt. Zander, Hechte, Barsche und an guten Tagen auch Forellen gehören zu den typischen Fangfischen dieser Region.

Foto: Ismo Kolari 
Barsch, Brasse sowie andere Rotaugenarten sind typische Fangfische aus dem See Ruovesi.
Barsch, Brasse sowie andere Rotaugenarten sind typische Fangfische aus dem See Ruovesi.
 

   

Der See Tarjanne – die Ruhe und Schönheit der Natur

Schöne Inselgruppen, Inseln mit Felsufern, lange schilfbewachsene Ufer und große Tiefenunterschiede sind für den See Tarjannevesi typisch. Der karge, aber dennoch reizvolle See in der nördlichen Region Tampere ist ein gutes Angelgewässer für Hechte und Zander.

Potentielle Hechtangelgebiete sind unter anderem die Bucht Purnunlahti und die davor liegende Gegend, die Bucht Huilahti, die umliegenden Gewässer der Insel Kauttakala, die Wasserläufe in Richtung Hauhuunvesi, der Wasserlauf Syvinginsalmi und die Inselgruppe in der Nähe des Gebiets Visuvesi. Die unzähligen Untiefen auf dem offenen See sind gute Hechtstellen. Im Sommer trifft man beim Jigangeln auf den Zander oft auch auf den großen Hecht.

Foto: Ismo Kolari 
An den Inselgruppen des Sees Tarjannevesi gibt es zahlreiche Angelplätze.
An den Inselgruppen des Sees Tarjannevesi gibt es zahlreiche Angelplätze.
 

Die Inselgruppen und die Untiefen auf dem offenen See

Der Zander ist in allen Gewässern stark verbreitet. Der Zander beißt unter anderem auf der West- und Nordseite der Insel Siperia und nördlich der Insel Honkanen, in den Mündungen der Bucht Pohjaslahti und des Wasserlaufes Syvinginsalmi sowie in der Umgegend von Kuhakari nördlich der Insel Pöykkysaari. Entlang der Seehänge und Uferränder kann der Schleppangler in diesen Gebieten auch die Seeforelle an die Angelschnur bekommen.

In der Mitte des Sees gibt es einige sehr tiefe Stellen, und bereits in der Nähe der Inselufer ist das Seewasser 40–50 Meter tief. Die inmitten der tiefen Stellen gelegenen Untiefen mit wenigen Metern Wassertiefe sowie deren Ränder sind potentielle Angelstellen.

Ein Großteil der Inselgruppen des Sees Tarjannevesi gehört zum staatlichen Uferschutzprogramm.

Foto: Ismo Kolari 
Es lohnt sich, in den tieferen Wasserschichten nach großen Hechten zu angeln.
Es lohnt sich, in den tieferen Wasserschichten nach großen Hechten zu angeln.
 

Die Seen Visuvesi-Vaskivesi

Die Seen Visuvesi und Vaskivesi (Wasserfläche 46,2 km²) liegen zusammen mit dem See Tarjannevesi an der gleichen Gewässerroute. Die begehrtesten Fische in diesem Gewässer, das in Richtung der Stadt Virrat immer schmaler zuläuft, sind große Zander und Hechte. Der See Vaskivesi bietet karge, aber dennoch reizvolle Inselgruppen und große Tiefenunterschiede. Der See Oikanselkä ist vor allem für seine großen Hechte bekannt, und der See Visuvesi ist flacher. Der Zanderfang kann sich zum Beispiel in der Umgegend von der Insel Savisaari auf dem See Vaskivesi und auf dem See Visuselkä bei den Untiefen vor der Insel Mustinsaari lohnen.

Der See Toisvesi (Wasserfläche 29,4 km²) nördlich von der Stadt Virrat ist der tiefste See in der Region Tampere (85 m). Der See hat einen hervorragenden Zanderbestand, und in den mittleren Wassertiefen trifft man auch Hechte an.

 
 
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Typ:Seen
Fläche:210 km²
Länge :49 km
Uferlänge:1 084 km
Durchschnittliche Tiefe:8 m
Maximale Tiefe:68 m
  
Fischarten
Aland
Barsch
Brasse
Felchen
Hecht
Quappe
Rotauge
Rotfeder
Seeforelle
Zander

Zusätzliche Information