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Hecht - das Krokodil der Küstengewässer

 

Foto: Antti Koli
Hecht (Esox lucius). Ein über 20 Pfund schweres Prachtexemplar hat Anfang Oktober gegen Mittag auf einen dicht unter der Oberfläche laufenden Riesenwobbler gebissen. Kuutsalo, Kotka. Ein langsam geführter Suspending Jig ist in kalten Gewässern ideal auf Hecht. Das Schärenmeer, Nauvo. Hechtköder. Vertikale Reihe links: Eumer Piketube, Buster Jerk, Nils Master Invincible, Savage Gear 4-Play Herring, Kuusamo Puukala und Rapala Magnum. In der Mitte: Storm ”Suspi”, Storm WildEye Live Roach, Rapala Minnow Spoon, Turku Spoon, Professor und Krokodil. Rechts: Storm, Laxman Pajunlehtilippa, Kuusamo Muovikalalippa und Bete Lotto. Dragsfjärd, Kemiönsaari.
Hecht (Esox lucius).

Welche Fischart gibt jedem Angler an finnischen Gewässern die Möglichkeit, ein meterlanges Exemplar zu fangen? Darauf gibt es nur eine Antwort: der Hecht.

Hechte kommen im ganzen Land und in fast allen Gewässern vor und er ist der am zweithäufigsten gefangene Fisch nach dem Barsch. Die Ostseeküste und die gesamte Seenplatte sind hervorragende Gebiete zum Angeln auf Hecht. Hechte zu fangen ist während der gesamten Sommersaison und auch im Winter möglich.

Foto: Jari Salonen 
Windseitige, felsige Uferlinien sind oftmals die zuverlässigsten Plätze für Hechte.
Windseitige, felsige Uferlinien sind oftmals die zuverlässigsten Plätze für Hechte.
 

Die Küste ist besonders reich an großen Hechten

An der Südküste beginnt die Hechtangelsaison im April, wenn das Eis aufbricht, und erstreckt sich bis in den Dezember. Hechte werden während der gesamten Sommersaison gefangen und es bestehen gute Chancen auf einen ordentlichen Fang. Die beste Jahreszeit für große Hechte im Meer ist der Frühling vor der Laichzeit im April und Mai. Zu dieser Zeit haben Sie die besten Chancen auf den Fang eines zehn Kilo schweren Hechts. Eine weitere gute Jahreszeit für große Hechte in Küstengewässern ist der Spätherbst von September oder Oktober bis Dezember. Bei kalten Gewässertemperaturen findet man große Hechte in seichten Buchten.

Im Sommer und Herbst finden sich die größten Hechtvorkommen in Gebieten, in denen Blasentang wächst. Andere vielversprechende Orte sind Binsenränder, Meerengen und Unterwasserfelsen.

Foto: Jani Ollikainen 
Im See Rautavesi in Vammala tummeln sich wahre Prachtexemplare.
Im See Rautavesi in Vammala tummeln sich wahre Prachtexemplare.
 

Hechte streifen in Binsen umher

Im Seengebiet von Süd- und Zentralfinnland erstreckt sich die Hechtangelsaison von Anfang Mai bis November. Die Hochsaison für große Hechte dauert vom Ende der Laichzeit Mitte Mai bis Mitte Juni. Im Mittsommer und Herbst halten sich große Hechte am wahrscheinlichsten an den Rändern von Tiefen, in Untiefen in der Seenmitte und in tiefen Meerengen auf.

Im Herbst sind Inselspitzen und Untiefen potenzielle Hechtgebiete. Regionen mit Wasservegetation sind gute Gebiete zum Angeln auf Hecht. Es gibt in Finnland sogar eine Redewendung für jemanden, der überstürzt aufbricht: „Er verschwand wie ein Hecht aus den Binsen.“

Im Spätherbst im Oktober und November können Sie große Hechte direkt an Binsenrändern fangen. Dort halten sie sich auf, um sich von kleinen Fischen zu ernähren. Kleine Hechte sind während der gesamten Angelsaison relativ einfach in Küstennähe und in seichten Buchten zu fangen.

In Nordfinnland dauert die Hechtangelsaison von Juni bis Oktober. Neben Seen herrschen auch in vielen Flüssen hohe Hechtvorkommen.

Angler fangen Hechte im Allgemeinen von Booten aus, doch das Angeln auf Hecht an den Ufern kleiner Waldseen stellt die finnische Anglerkultur in ihrer traditionellsten Form dar.

Foto: Jari Tuiskunen 
Jerkbaits für das Angeln auf große Hechte.
Jerkbaits für das Angeln auf große Hechte.
 

Eine Kantele aus dem Kiefer eines Hechts

Der Hecht hat als Anglerfisch eine lange Geschichte und ist auch in der finnischen Folklore bekannt. Väinämöinen, der Held des finnischen Nationalepos Kalevala, baute aus dem Kiefer eines riesigen Hechts eine wohlklingende traditionelle finnische Zither, die Kantele.

Das finnische Wort für Hecht taucht häufig in finnischen Ortsnamen auf. Die Bedeutung des Hechts zeigt auch die Tatsache, dass getrockneter Hecht früher zur Entrichtung von Steuern verwendet wurde.

Der riesige Hecht, den Väinämöinen gefangen hat, ist wahrscheinlich der mit Abstand größte. Der nächstgrößte in Finnland gefangene Hecht brachte über 20 Kilo auf die Waage. Wenn Sie in den finnischen Gewässern keinen Hecht fangen können, müssen Sie sich ernsthaft fragen, ob Sie für diesen Sport der Richtige sind.
   

Angeln auf Hecht

 

   
Hechte werden während der Sommersaison durch Spinn- oder Schleppangeln gefangen. Als Köder verwendet man Blinker, große Wobbler, Jerkbaits, Spinner und Jigköpfe. Im Winter sind große, symmetrische sinkende Köder und vertikale Jigköpfe zum Hechtangeln geeignet.

Foto: Jari Tuiskunen 
Im Frühjahr finden sich Hechte in den seichten Binnenbuchten.
Im Frühjahr finden sich Hechte in den seichten Binnenbuchten.
 

Gewöhnlich verwenden Spinnangler Blinker mit einem Gewicht zwischen 18 und 30 Gramm. Am häufigsten werden metallfarbene oder bemalte Köder verwendet. Zu beliebten Blinkern für finnische Hechte gehören die Marken Professor, Räsänen und Krokodil.

Wobbler werden hauptsächlich zum Schleppangeln auf Hecht, aber auch von vielen Spinnanglern verwendet. Große Hechte werden mit 15 bis 20 cm langen Wobblern gefangen. Bekannte finnische Marken sind unter anderem Nils Master, Rapala und Sepen Tuuri.

Foto: Jani Ollikainen 
Kräftige, stimulierende Farben sind effektiv.
Kräftige, stimulierende Farben sind effektiv.
 

Jerkbaits für große Hechte

In den letzten Jahren ist das Jerkbaitangeln zu einer beliebten Angelmethode geworden. Mit Jerkbaits werden große Hechte gefangen, die sich vor allem während der Wintersaison in Küstengewässern aufhalten. Die bekanntesten Jerkbait-Marken sind Buster Jerk und Nils Master.

Hechte beißen bevorzugt an großen Fisch- und Raupen-Jigköpfen an. Sie können Hechte im Sommer mit Jigköpfen fangen, wenn sich die Fische in tiefen Gewässern aufhalten. In gleichbleibender Tiefe schwimmende Jigköpfe sind in den letzten Jahren für das Angeln auf Hecht immer beliebter geworden.

Das Köderangeln mit Haken und Leine macht zwar Spaß, hat aber an Popularität verloren. Fischköder werden allerdings beim Schleppangeln verwendet. Wenn Sie es auf große Hechte abgesehen haben, ist es ratsam, große Köder zu verwenden.

Große Spinner wie zum Beispiel die Marken Mepps, Laxman und Piker sind ebenfalls gut zum Angeln auf Hecht geeignet.

Foto: Erik Herlevi 
Das Fliegenfischen auf Hecht ist eine spannende Sache. Die Bucht von Pernajanlahti, der Finnische Meerbusen.
Das Fliegenfischen auf Hecht ist eine spannende Sache. Die Bucht von Pernajanlahti, der Finnische Meerbusen.
 

Große und schöne Hechtfliegen

Hecht ist bei Fliegenfischern schnell immer beliebter geworden. In seichten Gewässern, wo andere Köder nur schwer ausgeworfen werden können, kann sehr leicht mit Fliegen geangelt werden. Die buschigen Hechtfliegen werden an lange Haken gebunden und sehen anders aus als traditionelle Lachs- oder Forellenfliegen. Eines der beliebtesten Fliegenmodelle ist Marabou Deceiver. Hechtfliegen haben den entscheidenden Vorteil, dass man sie langsam treiben lassen kann, was in kalten Gewässern notwendig ist.

Das Stahlvorfach nicht vergessen

Hechte sind kräftige Raubfische, weshalb hier eine robuste Ausrüstung gefragt ist. Hechtangler verwenden stabile Multiplikator- und Spinnrollen. Beim Spinnangeln sollte die Rute etwa 2,1–2,7 Meter lang sein. Als Angelschnur eignet sich eine monofile Schnur mit einer Stärke von 0,30–0,40 mm oder eine geflochtene Schnur mit einer Stärke von 0,15–0,25 mm. Ein Hecht hat scharfe Zähne, daher ist es ratsam, am Ende der Schnur ein Stahlvorfach zu befestigen.

Foto: Jari Tuiskunen 
Äänekoski, die Finnische Seenplatte.
Äänekoski, die Finnische Seenplatte.
 

Das Wichtigste beim Hechtangeln ist, den Köder auf die richtige Weise und in der richtigen Tiefe treiben zu lassen. Die Farbe und das Modell des Köders sind im Grunde eher zweitrangig. In kalten Gewässern beißen Hechte oft schon direkt am Ufer an und bei gemäßigtem Treiben des Köders ist ein Fang so gut wie sicher. Im Sommer werden die Bewegungen schneller ausgeführt. Bei höheren Gewässertemperaturen halten sich Hechte in größerer Teife auf. Der Köder sollte daher bis auf Grundnähe versenkt werden.

Eisfischen auf Hecht

Hecht ist eine interessante Fischart für Anhänger des Eisfischens. Ein mehrere Kilo schwerer Hecht kann an Binsenrändern oder in Untiefen an Ihrer Eisfischschnur anbeißen. Der Zug ist so heftig, dass er Ihnen lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

Wenn Sie auf Hecht eisfischen möchten, sollten Sie zunächst an Ihrem Angelplatz möglichst viele Löcher ins Eis bohren. Machen Sie, wenn Sie fertig sind, erstmal eine Kaffeepause, um sich auf das Eisfischen vorzubereiten.

Foto: Teemu Koski 
Zum Glück ist das Eisloch groß genug!
Zum Glück ist das Eisloch groß genug!
 
 
 
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Verbreitung: Nahezu im ganzen Land
Typische Größe: 1−5 kg
Rekordfang in Finnland seit 2000: 18,80 kg
Beste Jahreszeit: 1.5.−30.11

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TOP 5

1. Der frühe Angler fängt den Sommerhecht!

2. Bewölktes Wetter, Nieselregen und Donner locken Hechte an.

3. Durch unregelmäßiges Einholen der Angelschnur beißt der grüne Raubfisch besonders gerne an.

4. Hechte sind überall zu finden, doch Finnen haben es auf Lachsfische abgesehen.

5. Wenn ein Hecht nicht in den Kescher passt, heben Sie ihn mit den Händen auf.

Zusätzliche Information



For rod anglers, the number one species of the Archipelago Sea is pike.