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Eisfischen – Meditation auf Finnisch

 

Foto: Jari Tuiskunen
Das Eisfischen ist aufregend. Ein guter Eisbohrer ist Gold wert. Ein Vertikal-Jig ist unschlagbar für große Barsche. See Valkealampi, Posio. Der Hecht hat auf einen großen Vertikal-Jig gebissen. Finnischer Meebusen, Pyhtää. Barschpilker. Vertikale Reihe links: Nils Master Rotinkainen, Rapala Jigging Rap, Kuusamo Tasapaino Pro, Karismax, Nils Master, beschwerter Köder und Ässä. In der Mitte: Nils Master Vertikal-Jig und verschiedene Pilker. Rechts: diverse Mormyschkas; die kleinsten werden mit Pilkern eingesetzt.
Das Eisfischen ist aufregend.


Eisfischen ist die traditionellste Angelmethode im Winter. Auf finnischen Eisfischgewässern – in weiten offenen Mittelseegebieten oder Buchtspitzen – können Angler die Ruhe im Einklang mit der Natur auf eine Weise genießen, die man nur selten an anderen Orten auf der Welt findet.

Da das Eisfischen unter das Jedermannsrecht fällt, benötigt man dafür keinen Angelschein.

Fast jeder Finne hat im Laufe seines Lebens schon einmal vor einem Eisloch gesessen und auf Barsch, den Nationalfisch Finnlands, geangelt. Nicht wenige haben dabei ein solches Prachtexemplar an Land gezogen, dass in ihnen eine lebenslange Begeisterung für das Angeln entfacht wurde.

   

Ice-fishing is a major hobby for many people during winter months. At some point in their life, almost every Finn has sat by an ice hole, ice-fishing for perch, the national fish of Finland.

Das Eisfischen ist wirklich eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung in Finnland. Zum Eisfischen geeignete Gewässer findet man fast überall und auch Eis gibt es in Hülle und Fülle. Sehr viele Menschen nehmen an Eisfischwettbewerben teil. Dabei ist die Stimmung auf dem Eis von Freundlichkeit und Ruhe geprägt. Werfen Sie einen tiefen Blick in das Eisloch und Ihre „Festplatte“ wird schnell und effizient von unnötigen Informationen befreit. Doch ein kurzer Ruck an Ihrer Rute wird Ihren Jagdinstinkt und alle Ihre Sinne schnell schnell wieder bis aufs Äußerste schärfen.

Tragen Sie warme Kleidung

Die richtige Ausrüstung für einen Eisfischer ist recht einfach: warme Kleidung, ein Eisbohrer, ein Hocker, eine Rute und ein Jigkopf mit einem am Ende der Leine befestigten Köder.

Warme Kleidung ist für einen erfolgreichen Eisfischausflug unverzichtbar. Ein geeigneter Overall, warme Schuhe, Kopfbedeckung und Handschuhe sind ein absolutes Muss.

Foto: Jari Salonen 
Posio im Januar bei -20 °C.
Posio im Januar bei -20 °C.
 

Ein normaler, 10-15 cm dicker Eisbohrer ist hier am besten geeignet. Auf den Gewässern in Lappland benötigen Sie unter Umständen eine Verlängerung für Ihren Eisbohrer. Ein Ersatzbohrer kann ebenfalls nicht schaden, insbesondere auf Eisfischausflügen in der Wildnis.

Bei einer Eisfischrute handelt es sich um eine einfache Kombination aus einer Rute und einer Rolle. Wenn Sie mit einem symmetrischen sinkenden Köder eisfischen, darf die Rute ruhig starr sein. Wenn Sie allerdings sehr kleine Köder wie Mormyschka-Jigköpfe verwenden, muss die Spitze der Rute schnell reagieren.

Eisfischer verwenden zugunsten einer guten Reaktionsfähigkeit eine dünne Schnur. Monofile Schnüre sind hier am beliebtesten, wenn Sie jedoch ein gutes Gefühl für Ihre Eisfischrute haben möchten, sind auch geflochtene Schnüre zu empfehlen.

Foto: Jari Matikainen 
Der Spätwinter ist die beste Saison für das Eisfischen.
Der Spätwinter ist die beste Saison für das Eisfischen.
 

Vertikale Jigköpfe sind am beliebtesten

Beim Angeln auf Barsch sind vertikale Jigköpfe und kleine symmetrische sinkende Köder am beliebtesten. Mormyschka-Jigköpfe sind vor allem dann besonders wirkungsvoll, wenn die Fische einfach nicht anbeißen wollen. Ein kleiner Haken, ein Mormyschka-Jigkopf oder ein farbiger Haken wird oft an einem 10-15 cm großen Vorfach unter einem vertikalen Jigkopf befestigt. Ein Mormyschka-Jigkopf allein am Ende einer dünnen Schnur ist ein Spitzenköder für große Barsche in klaren und tiefen Gewässern.

Hecht ist eine interessante Fischart für Anhänger des Eisfischens. Ein mehrere Kilo schwerer Hecht beißt sehr gerne an den Rändern von Binsen oder Untiefen an großen symmetrischen sinkenden Ködern oder vertikalen Jigköpfen an. Der Zug ist so heftig, dass er Ihnen lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird. Sie sollten eine monofile Schnur mit einer Stärke von mindestens 0,40 mm und ein Stahlvorfach am Ende verwenden.

Foto: Jari Tuiskunen 
Ein relativ symmetrischer sinkender Köder eignet sich für Zander.
Ein relativ symmetrischer sinkender Köder eignet sich für Zander.
 

Eisfischen auf Zander am frühen Morgen

Die besten Gewässer für Eisfischer auf der Jagd nach Zander findet man in seichten Meeresbuchten und an den Rändern von Untiefen. Zander sollten am besten morgens und abends gefangen werden. Als Köder verwenden Angler vertikale Jigköpfe und symmetrische sinkende Köder. Am einfachsten lockt man Zander mit einigen Fischhappen oder einem Fischauge.

Eisfischer auf Quappe versuchen während der Laichzeit im Januar und Februar ihr Glück und verwenden speziell für Quappen entwickelte Jigging-Blinker. Beim Eisfischen einen mehrere Kilo schweren Raubfisch an Land zu ziehen, gehört mit zu den besten Erlebnissen eines jeden Anglers.

Foto: Jari Salonen 
Egel und Mormyschka-Jigköpfe funktionieren für Forelle, Äsche und Regenbogenforelle. Felchen werden oft mit einem kleinen Mormyschka-Jigkopf gefangen.
Egel und Mormyschka-Jigköpfe funktionieren für Forelle, Äsche und Regenbogenforelle. Felchen werden oft mit einem kleinen Mormyschka-Jigkopf gefangen.
 

Kleine Mormyschka-Jigköpfe für Felchen

Felchen schwimmen in vielen finnischen Seen und in Küstenregionen. Sie beißen besonders gern beim ersten Eis im Herbst und dann wieder im Frühjahr kurz vor der Schmelze an.

Eisfischer auf Felchen „bewaffnen“ sich mit einer empfindlichen Rute, einer dünnen Schnur und kleinen Mormyschka-Jigköpfen. Hin und wieder können Sie auch einen kleinen Mormyschka an einem kleinen vertikalen Jigkopf befestigen. Ein Felchen beißt nur zaghaft an einen Köder an und der Rand seines Mauls ist empfindlich. Daher sollten Sie die Schnur ebenfalls nur langsam und vorsichtig einholen.

Foto: Petteri Kontila 
Seesaibling aus den seichten Gewässern eines Gebirgssees in Lappland. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, wenn ein großer Seesaibling beginnt, den Jigkopf zu umkreisen.
Seesaibling aus den seichten Gewässern eines Gebirgssees in Lappland. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, wenn ein großer Seesaibling beginnt, den Jigkopf zu umkreisen.
 

Seesaibling in Bergseen

Eisfischen auf Seesaibling in den Bergseen Lapplands ist eine ganz besondere Sportart. Seesaiblinge sind unberechenbar und es kann selbst auf „guten“ Seen Tage geben, an denen die Fische einfach nicht anbeißen wollen. Und plötzlich beißen sie innerhalb der nächsten fünf Minuten wie verrückt.

Zum Angeln auf Seesaibling haben sich große Jigköpfe und darunter befestigte kleine Mormyschka-Jigköpfe als wirkungsvoll erwiesen. Auch zahlreiche Egel funktionieren hier sehr gut. Ein Köder für Seesaiblinge kann mit einem Wurm oder einigen Maden bestückt werden.

Foto: Jari Matikainen 
Das Angeln in guter Gesellschaft ist eine feine Sache.
Das Angeln in guter Gesellschaft ist eine feine Sache.
 

Vermeiden Sie dünnes Eis

Egal, wo Sie auch eisfischen, bewegen Sie sich vorsichtig. Die Eisstärke hängt von den Wetterbedingungen ab. Angler, die sich auf das Eis hinauswagen, sollten daher immer Eispickel bei sich tragen, der günstigste Lebensretter für jeden, der auf dem Eis unterwegs ist.

Begeben Sie sich nur dann auf die erste Eisschicht, wenn das Eis mindestens 5 cm dick ist. In vielen Fällen frieren Wasserkörper ungleichmäßig zu. Das Eis an der Küste ist unter Umständen schon recht dick, wohingegen Regionen in der Seenmitte nur von einer dünnen Schicht bedeckt sind. Im Frühling ist das Eis besonders trügerisch. Selbst eine 0,5 Meter dicke Eisschicht kann nachgeben, wenn sie durch die Frühjahrssonne brüchig gemacht wurde.

 
 
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