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Zander - der Raubfisch der Dämmerung

 

Foto: Jari Salonen
Zander (Sander lucioperca). Der Zander steigt nachts gerne an die Wasseroberfläche. Ist man auf kapitale Exemplare aus, beträgt die beste Schlepptiefe ca. 2−4 Meter. Der Zander spricht auf den Vertikal-Jig besonders gut im Herbst an. Wobbler sind beliebte Köder beim Schleppangeln auf Zander. In den letzten Jahren hat das Jiggen auf Zander an Beliebtheit gewonnen und so auch zur Verlängerung der Angelsaison beigetragen. Zanderköder für Schleppangeln und Jiggen. Vertikale Reihe links: Nils Master Invincible, Grosari, Bomber Long ”A”, Merimetso, Jesse, Rapala Trolls To Minnow, Nils Master Haka und Rapala Shad Rap. In der Mitte: Räsänen, Kruunu, Storm Thunder Blade, ein beschwehrter Köder und diverse Twister. Rechts: Verschiedene Gummifische und -köder.
Zander (Sander lucioperca).

Finnland bietet hervorragende Möglichkeiten zum Angeln auf Zander, auch Hechtbarsch genannt. Sie können in Seen, auf dem Meer oder in fließenden Gewässern auf Zander angeln. Der silbergraue Zander ist zwar nicht ganz so widerspenstig wie ein Hecht, doch der Ruck am Ende Ihrer Schnur ist dennoch beeindruckend.

Die besten Zandervorkommen in Finnland findet man im Seengebiet Süd- und Zentralfinnlands, im Finnischen Meerbusen und im Schärenmeer. Zander halten sich meist in dunklen, trüben Gewässern, aber auch in klaren Seen auf.

In Finnland lebt der Zander in extremen Gebieten. Der nördlichste Zandersee der Welt ist der Kemijärvi. Die sich natürlich vermehrenden Zandervorkommen haben sich durch die warmen Sommer der letzen Jahre stabilisiert und auch die Fangquote ist erheblich gestiegen. Die Zandervorkommen wurden zudem künstlich erhöht und die Fische wurden anschließend wieder in Seen ausgesetzt, aus denen sie in den 1960er- und 1970er-Jahren verschwunden waren.

Heute findet man Zander in über eintausend Seen. Typische Zandergebiete sind große Seen, doch Zander tummeln sich auch in kleineren Gewässern. Zu den besten Zandergründen im Meer gehören Flussdeltas und seichte Buchten. Auch viele Flusssysteme sind reich an Zander.

Beispiele für Finnlands zahlreiche großartige Zandergründe sind unter anderem die Schären vor Helsinki und Turku, der See Lohjanjärvi, die Seenroute Vanajavesi-Pyhäjärvi, der See Vesijärvi in Lahti sowie die Seen Kyrösjärvi, Kallavesi und Oulujärvi.

Foto: Risto Jussila 
Große Zander beißen oft an großen Wobblern an. Der See Hirvijärvi, Nurmo.
Große Zander beißen oft an großen Wobblern an. Der See Hirvijärvi, Nurmo.
 

Durchkämmen Sie die günstigen Gebiete

Zander sind oft in kleinen Schwärmen unterwegs. Wenn Sie einen Fisch fangen, kann es nicht schaden, auch in der Umgebung gründlicher zu angeln. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass bald noch mehr Fische anbeißen.

Auf Zander sollte am besten im Sommer geangelt werden. Durch das Jigging, das in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist, erstreckt sich die Zandersaison nun bis in das Frühjahr und den Herbst. Die Jigging-Saison beginnt am Meer im Mai und im Seengebiet Anfang Juni.

Zu Beginn der Saison fängt man Zander mit Jigköpfen in einigen Metern Tiefe in Buchten, Untiefen und langsam fließenden Meerengen. Im Sommer ist man an den Rändern von Untiefen in den Mittelseen und in felsigen Gebieten erfolgreich. Im Herbst halten Angler in tieferen Gewässern nach Zander Ausschau und verwenden sowohl Jigköpfe als auch Spinnköder.

Foto: Jari Salonen 
Im Winter ziehen Zander in den Porvoonjoki und beißen an Jigköpfen an, die nahe am Grund ausgebracht sind.gging lures close to the bottom.
Im Winter ziehen Zander in den Porvoonjoki und beißen an Jigköpfen an, die nahe am Grund ausgebracht sind.gging lures close to the bottom.
 

Schleppangeln mit Wobblern

Die häufigste Angeltechnik im Mittsommer ist das Schleppangeln bei Dämmerung mit Wobblern und bebleiten Ködern. Günstige Angelplätze sind zu Beginn der Saison die Ränder seichter Laichgebiete und später, wenn es auf den Sommer zugeht, auch die Ränder von Untiefen in den Mittelseen. Die tiefsten Mittelseegebiete sind während Hitzewellen gut geeignet.

Die typischen Fangtiefen schwanken zwischen knapp unter der Oberfläche bis zu zehn Metern. Beim Schleppangeln auf Zander geht man langsam vor, in kalten Gewässern sogar sehr langsam. Jigköpfe bringen auch tagsüber gute Fänge ein, während Schleppangler abends, nachts und in den frühen Morgenstunden am erfolgreichsten sind.

Zander ist eine interessante Fischart für Winterangler. Wer auf Zander eisfischen möchte, der versucht im Schärenmeer und im Finnischen Meerbusen sein Glück. Doch auch in Seen tummeln sich im Winter prächtige Exemplare. Vor einigen Jahren wurde im See Vesijärvi in Kangasala beim Eisfischen ein fast elf Kilo schwerer Zander gefangen.

Eisfischer verwenden bei der Jagd auf Zander große, symmetrische sinkende Köder und vertikale Jigköpfe mit farbigen Dreifachhaken.

Foto: Jari Tuiskunen 
Der Traum eines jeden Anglers.
Der Traum eines jeden Anglers.
 

Der Traum vom großen Zander

Ein typischer Zander wiegt etwa zwischen ein und zwei Kilo. In den besten Zandergründen sind die Chancen auf einen guten Fang hoch und an Ihrer Angelrute zerrt vielleicht sogar ein richtiges Prachtexemplar. Es werden jedes Jahr an vielen Seen fünf bis zehn Kilo schwere Zander gefangen, doch Exemplare über zehn Kilo sind ziemlich selten. Große Zander können insbesondere im Frühling auch in Küstengewässern gefangen werden, aber die durchschnittliche Größe ist im Allgemeinen in Seengebieten geringer.

Ein großer Zander ist stark und durchaus in der Lage, die Haken eines unachtsamen Anglers gerade zu biegen. Ein großer Zander ist der Traumfang eines jeden Anglers – und für viele wird es wohl auch immer ein Traum bleiben. Dieser barschartige Fisch ist mild im Geschmack, hat nur wenige Gräten und ist bei Gourmets sehr beliebt. Bon appétit!

 
 
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Verbreitung: Süd- und Zentralfinnland; einige Seen in Südfinnland
Typische Größe: 0,5−3 kg
Rekordfang in Finnland seit 2000: 14,09 kg
Beste Jahreszeit: 1.6.−31.8.
Mindestmaß: 42 cm

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Zusätzliche Information

Jigging for zander is fun, active and eventful!